Escape from Tarkov 2 - „Wir sind kein Spiel für Weicheier"

  • Escape from Tarkov 2: Streets of Tarkov wird das Spiel stark verändern


    „Wir sind kein Spiel für Weicheier. Ich mag diesen ganzen Meta-Quatsch nicht, wir sind Hardcore“

    macht Nikita Buyanov klar, der als COO von Battlestate Games der oberste Boss für Escape from Tarkov 2 ist.


    Streets of Tarkov soll das Spiel eher mehr Richtung Hardcore treiben, etwa weil Waffen Fehlfunktionen haben

    und sich die taktische Zerstörung Richtung Battlefield 2042 entwickeln soll. Escape from Tarkov 2: Streets of Tarkov in der Preview.




    Escape from Tarkov 2 ist eine Militärsimulation im ArmA3-Stil,

    aber mit der Atmosphäre und grafischen Finesse eines Battlefield 2042. Oder der Kampagne von Battlefield 3, die wir gerade mal wieder gespielt haben…


    Wie großartig ist das denn bitte: Escape from Tarkov 2: Streets of Tarkov fühlt sich mehr und mehr nach der großartigen Kampagne von Battlefield 3 an.

    Downtown Tarkov hat einfach diesen Vibe, den wir schon seit langem vermissen – diese klaustrophobischen Treppenhäuser,

    wo wir wenig Platz haben zu manövrieren oder in denen wir uns durch Türen quetschen.


    Die weiten Areale im Parkhaus in Paris, wo viele Autos Deckung bieten, aber wir nicht genau wissen, welches Kaliber was durchschlägt. Denn das ist natürlich entscheidend, so ein Sturmgewehr durchschlägt die meisten Teile eines Autos, eine Pistole eher weniger.


    Deckung nehmen, rausschnellen, zwei, drei Schüsse absetzen, wieder runtergehen, Kopf einziehen.

    Von einem Auto zum nächsten vorarbeiten, weil das aktuelle so langsam unter dem Druck des Sperrfeuers des Feindes zusammenbricht,

    die Reifen platzen, die Fensterscheiben.


    Es wirkt fast so, als hätten Battlestate Games gerade vor der Premiere von Battlefield 2042

    nochmal Battlefield 3 gespielt, wie so viele von uns und sich davon inspirieren lassen.


    Denn dieses Spiel hat viele Ideen, die heute verloren gegangen sind –

    etwa das “Flashen“ mit der Maglite, das gezielte Blenden in dunklen Korridoren,

    damit der Gegner die Waffe hochreißt und nicht genau zielen kann.


    Die taktische Zerstörung: Granate in den Raum rein, Wandschrank zerlegen, damit da hinter keiner Deckung nehmen kann.

    Mit der Shotgun die dünne Tür zerlegen und gleich die mitnehmen, die davor gelauert haben.


    Schön auch, wie hier kleine Geschichten erzählt werden über die Umgebung, über diese Wohnung, die wir betreten –

    ein offener Koffer liegt da, umringt von Kleidung, Zeitungspapieren. Eine Familie musste schnellstmöglich aus Tarkov fliehen,

    als der Bürgerkrieg losbrach. Escape From Tarkov spielt in der fiktiven Region Norvinsk, die zwischen Russland und Europa liegt.


    Die Stadt Tarkov war einst eine pulsierende Metropole, was wir auch spüren - einige Apartments sind luxuriös eingerichtet,

    mit hochwertiger Kunst. Jetzt aber ist die Stadt aufgrund der Vertragskriege weitgehend verlassen.

    Eine blutige Spielwiese für Plünderer, private Militärs und Black-Ops-Einheiten.


    Escape from Tarkov ist auch schon immer ein sehr spezieller Shooter für eine sehr spezielle Hardcore-Zielgruppe gewesen:

    Mit abstrusem Inventar-Tetris, welches jeden Komfort vermissen lässt:

    Wir finden einen wirklich wertvollen Schalldämpfer, haben aber keinen Inventarplatz mehr frei.




    Wirklich beeindruckend ist, wie viel Liebe im Detail hier im Wohnungsdesign liegt,

    die alle ihre eigenen kleinen Geschichten erzählen. Das wirkt alles bewohnt, wir sehen Fotos von Familien, mitunter sogar Kinderspielzeug, was schon hart ist.


    Uns fällt dann auf, dass zwei unserer Magazine jeweils nur halb voll sind.


    Ergo nehmen wir die Kugeln aus dem einen raus, stecken sie in das andere und werfen das leere Magazin weg,

    damit wir Platz für den Schalldämpfer finden. Wohlgemerkt können wir natürlich nicht pausieren, das hier ist ja ein Multiplayer-Shooter.


    Die Wahrscheinlichkeit, bei dieser Aktion, die quälende Sekunden dauert, erschossen zu werden, ist extrem hoch.

    Escape from Tarkov sieht sich nicht als Shooter, sondern eher als militärische Simulation: Jede Gliedmaße hat ihre eigenen Gesundheitspunkte.


    Wir können beim Sprung nach unten das Bein brechen, uns vergiften oder Blut verlieren, werden wir angeschossen.

    Dazu sind Verbände oder eine Schiene erforderlich. Wenn die Gesundheit einer Gliedmaße auf null reduziert wird,

    was nur einen direkten Treffer bedingt, humpeln wir.


    Das ist eben Escape from Tarkov und Streets of Tarkov soll eher noch härter werden, noch mehr Richtung Hardcore getrieben werden,

    erzählte Nikita Buyanov, COO von Battlestate Games, auf der E3.„ Wir sind kein Spiel für Weich-Eier, ich mag diesen ganzen Meta-Quatsch nicht. Wir sind Hardcore“




    Escape from Tarkov 2 wird wieder ein Titel für Pros, die verstehen, was für Visiere man benutzen kann,

    wie man diese perfekt abstimmt und die Bock haben, minutenlang an ihren Waffen rumzubasteln.


    „Ich mag keine "Metas" - ich möchte, dass "Metas" aus Tarkov verschwinden. Vor allem solche, die einem einen Vorteil oder Nachteil verschaffen, der auf unausgewogener Balance im Spiel beruht. Unsere Arbeit besteht also darin, das zu beheben, und so viel Abwechslung wie möglich zu schaffen, ohne Engpässe, ohne "Metas".


    Um also diesen einen und einzigen Vorteil zu haben. Du musst dir viele Vorteile verschaffen – aber nicht mit Metas, sondern mit Geschick, Intellekt, Skill.

    Es geht darum, die Details des Spiels zu erkennen, zu lernen, Situationen zu lesen und diese Informationen zu seinem Vorteil zu nutzen.


    Das ist die Kernidee von Escape from Tarkov. Wir sind eben kein Standard-Shooter.“


    Auch grafisch und in Sachen Zerstörung hat man große Ziele, wobei noch unklar ist wann genau was kommt:


    „Wir müssen es auch grafisch richtig optimieren, damit die FPS akzeptabel sind und natürlich auch die Vernetzung gut funktioniert.

    Die Fabrik-Erweiterung ist fast fertig. Der erste grundlegende Teil des Spiels sind die Schauplätze, und wir müssen den Spielzyklus

    in Bezug auf die Fertigstellung dieser Schauplätze zuerst abschließen.“


    Es wird sehr viel mehr Gebäude geben, die begehbar sind. Man möchte ein neues Level an Vertikalität und Freiheit bieten,

    mit hartem Häuserkampf natürlich, Battlestate Games ist sich aber auch bewusst, dass man sich damit potentiell

    Probleme ins Haus holt – Scharfschützen werden ja gerne mal zu Campern, die sich einfach ein Nest einrichten und zig Fenster beobachten.


    „Zerstörung ist auf jeden Fall ein Thema über das wir viel sprechen, wo uns andere Spiele auch inspirieren.

    Das ist immer eine Frage der Engine und wie viel Fokus man darauflegen möchte, weil es enorm viel Arbeit auf der technischen Ebene erfordert.“

    Quellen

    1. Pc-Games
  • Lustig finde ich, dass hier ewig von Escape from Tarkov 2 gesprochen wird! Streets of Tarkov ist nur eine weitere Map die aber auch erst Anfang 2022 kommen wird. Ja es wird das Spiel verändern jedoch ist Tarkov weit weg von BF2042!

  • Nun mit Streets of Tarkov wird das Spiel von allen Spielen etwas haben! Was es aber mit Streets zu 100% bekommt ist die Komplexität.

    Wir für neue Spieler somit nicht einfacher. Wer aber sich da reinspielt und ein sehr hohes Frustrationslevel hat wird mit einen der momentan besten Spiele belohnt. Allerdings wenn BF2042 kommt wird Tarkov den Hype verlieren.